Diskussion um Stromkosten verursacht Unsicherheit in der Wirtschaft

● Von Katharina Radloff, Berliner Informationsdienst zur Energiepolitik ● Eine Flut von wirtschaftsnahen Studien und Aussagen warnt momentan vor einer Explosion der Strompreise. Schuld daran seien der Atomausstieg und der Umstieg auf die erneuerbaren Energien in Deutschland. Es gibt aber auch Gegenstimmen, wie eine Studie im Auftrag von Greenpeace zeigt. Die Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) haben verglichen, wie sich zwei verschiedene politische Entscheidungen auf die Strompreise, den europäischen Stromhandel und die CO2-Emissionen auswirken: Die 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und der seit 2011 geltende Atomausstieg. Die Studie zeigt darüber hinaus, welche Rolle die Energieeffizienzpolitik und der Emissionshandel spielen, um die Strompreise und die CO2-Emissionen unter Kontrolle zu halten. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Atomausstieg nicht notwendigerweise zu höheren Preisen führt, insbesondere wenn der Stromverbrauch nicht ansteigt. Die Großhandelsstrompreise werden durch den Atomausstieg minimal steigen. Entscheidend für die Entwicklung des Strompreises ist aber eine wirkungsvolle Effizienzpolitik, die den Energieverbrauch stabil hält. Dann können die restlichen Kraftwerke die Nachfrage überwiegend befriedigen. Diese Effizienzpolitik kann den Preiseffekt des Atomausstiegs abfedern und mittelfristig sogar gegenüber der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke senken. Zudem sorge der Ausbau Erneuerbarer Energien dafür, dass sich die Strombörsenpreise trotz steigender Gas- und Kohlepreise kaum erhöhen werden ...Zum vollständigen Artikel


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