Die Weisheit der Dakota-Indianer am schwarzen Brett des Betriebsrats

“Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!” Diese angeblich uralte Weisheit der Dakota-Indianer macht schon seit langer Zeit ihre Runden durch die Arbeitsstätten moderner Büromenschen. Wir verzichten auf ihre Wiedergabe und verlinken lieber zu Roland Schäfer, dem Bürgermeister der Stadt Bergkamen, der diese Sprüchlein hier auf seiner Webseite veröffentlicht hat.

Der Betriebsrat eines süddeutschen Unternehmens hatte sich bestimmt etwas dabei gedacht, als er die legendäre Dakota-Weisheit (und noch eine “witzige” andere Anekdote) per Aushang an seinem Schwarzen Brett den Beschäftigten zugänglich machte. Das hing dann etwa zwei Wochen lang aus, ohne dass beim BR irgendeine Reaktion von Seiten der Belegschaft eingetrudelt wäre. Bis es der Arbeitgeber gesteckt bekam. Und der war nicht sehr amused! Er teilte dem Betriebsrat mit, dass er in der Dakota-Weisheit einen unangemessenen, symbolischen Vergleich mit dem Unternehmen sehe, womit er nicht einverstanden sei (Unternehmen = totes Pferd. Klar oder? Falls nicht, dann vielleicht doch den Link oben mal kurz anklicken). Der andere Witz sei sexistisch und gehe gar nicht (wer das beurteilen möchte, bitte hier klicken, aber nicht enttäuscht sein…). Ja, es hätte sogar schon Beschwerden aus der Belegschaft gegeben. Fazit des Chefs: Die Aushänge müssen sofort entfernt werden!

Mit dem Schwarzen Brett des Betriebsrat ist es eigentlich ganz einfach: Nach § 40 Abs. 2 BetrVG hat der Arbeitgeber sog. sachliche Mittel in erforderlichem Umfang zur Verfügung zu stellen. Dem Betriebsrat muss es möglich sein, die Beschäftigten ordnungsgemäß und angemessen zu unterrichten. Zwar ist E-Mail schon länger schwer im Kommen, aber das Schwarze Brett ist in vielen Betrieben immer noch der Klassiker ...

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