„Aspero“ durfte nicht mit Championsleague- Eintrittskarten für sein Gewinnspiel werben

Mit Urteil vom 19.1.2012, Az. 35 O 95/11, entschied das Landgericht Stuttgart, dass der Sportartikelhersteller „Aspero“ wettbewerbswidrig handelte, indem er bei seinem Gewinnspiel Karten für das Championsleague-Finale verloste, ohne hierfür die Erlaubnis der UEFA erhalten zu haben.

Obwohl die Parteien unterschiedlichen Branchen angehören, nahm das Gericht ein Wettbewerbsverhältnis an, da im Interesse eines wirksamen lauterkeitsrechtlichen Individualschutzes an das Bestehen eines konkreten Wettbewerbsverhältnisses i.S.d. § 2 Abs. 1 Nr. 3 keine hohen Anforderungen zu stellen seien, so das Gericht. Maßgeblich und genügend sei vorliegend, dass „Aspero“ mit seiner Handlungsweise in Konkurrenz um einen wirtschaftlich ausnutzbaren Ruf der UEFA getreten sei.

Das Angebot von „Aspero“ verstoße gegen § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 UWG. Er handele somit unlauter, da er eine irreführende geschäftliche Handlung vornehme. Vorliegend täusche „Aspero“ über die Verfügbarkeit des Gewinns, so die Richter. Da der Vorverkauf noch gar nicht begonnen habe, könne „Aspero“ noch gar keine Karten in den Händen halten. Auf offiziellem Wege könne „Aspero“ mangels seiner Eigenschaft als Sponsor bzw. Lizenznehmer keine Karten zur Verwendung in dem von ihm veranstaltetem Gewinnspiel erhalten haben. Selbst wenn sich „Aspero“ auf dem Schwarzmarkt mit Karten eindecke, könne er den Teilnehmern des Gewinnspiels keine gültigen Eintrittskarten zuteilen ...

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