Treibstoffabrechnungen

Man sollte meinen, dass es sich um eine einfache Sache handelt. Die Mineralölgesellschaft liefert die Treibstoffmengen und berechnet deren Gegenwert, die auf dem Agenturkonto einzuzahlen sind, abzüglich der Kartenzahlungen und Provisionen.

Natürlich ist dies Theorie. Die Praxis ist anders und zwar so sehr anders, dass die ARAL – nicht die kleinste Mineralölgesellschaft in Deutschland – seit Monaten (genau: seit Mitte 2009) versucht, Abrechnungsdifferenzen in den Griff zu bekommen und zwar rückwirkend ab 2002. Soeben bekomme ich eine solche Abrechnung in die Hand und ich stelle fest, dass meinem Mandanten ca. 700 EUR gut gebracht wurden. Andere bekommen erheblich weniger, manche auch sehr viel mehr.

Die Begründung für diese Differenzen gibt die ARAL mit Preisänderungen während der laufenden Tankvorgänge an. So gilt bei der Berechnung an den Endkunden der alte Preis, der zum Beginn der Tankung eingestellt war. Lässt sich nun der Kunde etwas Zeit, bevor er an der Kasse erscheint, dann rechnet das Kassensystem die Tankung auch tatsächlich mit dem alten Literpreis ab. Die Abrechnung mit dem Tankstellenbetreiber erfolgt hingegen auf Grundlage des neuen Preises.

Das klingt natürlich äußerst kompliziert, ist aber im täglichen Geschäftsbetrieb gang und gäbe und sollte eigentlich auch EDV-technisch korrekt zu erfassen sein.

Nun sollte man meinen, dass dieser Fehler, einmal erkannt, möglichst schnell behoben wird und den betroffenen Pächtern die entsprechenden Korrekturen in nachvollziehbarer Form zur Verfügung gestellt werden. Doch weit gefehlt ...

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