Verena Becker zu vier Jahren Haft verurteilt

Verraten die drei Münzen den Täter?

Gestern hat das Oberlandesgericht Stuttgart nach fast 100 Verhandlungstagen das Urteil gesprochen. Nachstehend gibt es den Text der Pressemitteilung des Oberlandesgerichts und hier mein Kommentar zum Urteil auf Tagesschau.de. Beiträge über den Prozess findet man in diesem Blog unter anderem unter der Rubrik “Mordfall Buback” oder unter dem Stichwort “Verena Becker“.

Wie geht es nun weiter? Michael Bubacks Anwalt Dr. Ulrich Endres will Revision einlegen, weil er die Strafe in Anbetracht des Vorwurfes (Beihilfe zu drei Morden) “schon rein rechnerisch” für zu gering hält. Die Bundesanwaltschaft scheint mit dem Urteil zufrieden zu sein, sie muss nun überlegen, was mit dem noch laufenden Ermittlungsverfahren gegen Stefan Wisniewski werden wird. Zudem wäre zu prüfen, ob auch weitere RAF-Mitglieder in ähnlichem Maß Beihilfe zu den Morden geleistet haben könnten. Die Verteidigung schließlich war zunächst froh, dass “nur “wegen Beihilfe verurteilt wurde. Man müsse nun mit Verena Becker sprechen, sagten Walter Venedey und Hans Wolfgang Euler gestern. Und Verena Becker selbst? Von ihr war nicht zu hören. Ob sie – wie schon zuvor in anderen Fragen – die drei Münzen befragt hat, wer Siegfried Buback vom Soziussitz aus erschossen hat?

Pressemitteilung des OLG Stuttgart zum Urteil gegen Verena Becker

“Der 6. Strafsenat – Staatsschutzsenat – des Oberlandesgerichts Stuttgart hat heute am 97. Verhandlungstag unter dem Vorsitz von Hermann Wieland die frühere RAF-Angehörige Verena Becker wegen Beihilfe zum Mord in drei tateinheitlichen Fällen zu der Freiheitstrafe von 4 Jahren verurteilt. Im Rahmen eines Härteausgleichs hat der Senat für entgangene Gesamtstrafenbildung eine Anrechnung von 2 Jahren 6 Monaten der verhängten Strafe als verbüßt vorgenommen. Dass Verena Becker an eigentlichen Tatvorbereitungshandlungen für das Attentat vom 07 ...Zum vollständigen Artikel


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