Berufszeugen sind die schlechteren Zeugen!

Vor einigen Tagen habe ich in einem strafblog-Beitrag die Frage aufgeworfen, ob Uniformierte die besseren Zeugen sind. Ich hatte das Aussageverhalten von 2 Berufssoldaten krisitisiert, die in der Hauptverhandlung erstaunliche Erinnerungszuwächse bekundeten, ohne dass Gericht und Staatsanwaltschaft hierauf besonders skeptisch reagiert hätten. Ein strafblog-Leser, der unter dem Namen “sic!” auftritt, hat mir dazu einen Kommentar zukommen lassen, den ich nachfolgend (mit leichten Textkorrekturen) an etwas exponierterer Stelle noch einmal wiedergeben will, weil ich diesen für besonders lesenswert halte:

“Es gab vor ein paar Jahren eine Studie zu dem Thema Beobachtung und Erinnerung. Grob zusammengefasst ging es darum, ob der regelmäßige Kontakt mit Erlebens- und Berichtssituationen dabei hilft, sich besser an beobachtete Geschehnisse zu erinnern, und diese korrekter zu beschreiben. Leider find ich die Studie bei einer schnellen Suche nicht, ist wie gesagt, auch schon ein paar Jahre her, die Beschreibung der Studie kann also durchaus ein wenig von der Realität abweichen.

Jedenfalls, die Autoren haben klassische Szenarien nachgebaut, unter anderem Unfallvorgänge, Menschen diese beobachten lassen, und dann in mehreren Zeitabständen (unmittelbar danach, 1 Tag, 3 Tage, 2 Wochen, in der Art) das Beobachtete erfragt ...

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