The road to hell XXX: Schwere Kindheit, vermögenslos, Abofallen-Anwalt

Ein Urteil des LG Hamburg (Urteil vom 21.03.2012, Az. 608 KLs 8/11) rührt uns zu Tränen. Nachdem der (ehemalige) Rechtsanwalt Jahre lang halb Deutschland mit Mahnungen und Drohbriefen unablässig terrorisiert hatte, weil Hausfrauen, Rentner und Schüler - getürkte - kostenpflichtige Abonnements zu schwachsinningen Websites eingegangen seien, hat das LG Hamburg nun den Kollegen “a bisserl mild” bestraft und im Rahmen des Strafurteils die Vita des “Kollegen” zusammengefasst. Es zeigt sich wie bei allen Internet-Betrugsmaschen auch hier wieder das Minimax-Prinzip, wir sollten eher sagen: das Maxmini-Prinzip: Am Anfang steht der große Max, der im gerichtlichen Verfahren als Mini vorgeführt wird. Wir empfehlen zu diesem kleinen Gruß aus der unserer Küche eine trockene Lektüre von “Geld im Sack und haut dann einfach ab” von Jean Jacques Loup, Jahrgang 1977 aus dem Hause Sauerländer (hier). Zitat aus den Urteilsgründen: “Bei dem Angeklagten S handelt es sich um einen Rechtsanwalt, der die Angeklagten S und S bei der Durchführung des Inkassoverfahrens für … .de unterstützte. Hierzu stellte er im Wesentlichen seinen Namen und seinen Rechtsanwaltstitel zur Verfügung, damit unter dem Briefkopf der „Rechtsanwaltskanzlei S” Inkassoschreiben verschickt werden konnten.

[…]

Der Angeklagte S wurde am in H geboren. Er ist deutscher Staatsbürger und hat keine Kinder. Der Angeklagte S ist verheiratet, lebt derzeit jedoch von seiner Ehefrau getrennt.

Nachdem der Angeklagte S das Gymnasium mit dem Abitur abgeschlossen hatte, studierte er Jura an der Universität H und bestand das Erste Staatsexamen mit der Note „ausreichend”. Sodann absolvierte er das Referendariat in N-W ...

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