Millionen iPhone-Kunden bekommen ihr Geld zurück!

Das meint offenbar das Berliner Kammergericht ausweislich eines Urteil zum Wohnungskauf. Was haben Immobilien mit Smartphones zu tun?

Der Reihe nach:

Der Kollege Mydlak berichtete gestern von einem Urteil des Kammergerichts (KG, Urteil v. 15.06.2012, Az. 11 U 18/11), in dem das Gericht die Auffassung vertritt, dass ein Wohnungseigentumskaufvertrag aufgrund des sittenwidrig überhöhten Kaufpreises nichtig sei.

Doppelter Kaufpreis = Wucher?

Die Sittenwidrigkeit ergebe sich aus einem auffälligen Missverhältnis zwischen dem verlangten Kaufpreis und dem tatsächlichen Wert der Wohnung. Dem Kaufpreis in Höhe von 76.200,- € habe ein sachverständig festgestellter Wohnungswert in Höhe von lediglich 29.000,- € für die knapp 33 m² große Wohnung gegenübergestanden. Das Landgericht habe daraus zu Recht auf eine „verwerfliche Gesinnung“ der Verkäuferin geschlossen.

Die Verkäuferin hatte vor dem Verkauf sogar noch ein Gutachten eingeholt, das der Wohnung einen Marktwert in Höhe von 1.790,00 €/qm bescheinigte. Aber auch das half der Frau nach Ansicht des Gerichts nicht, da dieser Bericht erkennbar auf der Annahme beruhe, dass vor dem Verkauf noch umfangreiche Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt würden.

Privatautonomie? Grundsätze der Preisbildung?

Eigentlich eine richtige und nur faire Entscheidung, möchte man meinen ...

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