Kopfnuss und § 224 I Nr. 5 StGB

Das Kammergericht Berlin hat auf eine Revision gegen ein Urteil des Landgerichts Berlin zu der Frage Stellung genommen, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, um rechtsfehlerfrei zu der Annahme zu gelangen, ein Kopfstoß (Kopfnuss) sei eine das Leben gefährdende Behandlung i.S.d. § 224 Abs. 1 Nr. 5 StGB.

Grundsätzlich kann eine wuchtig ausgeführte Kopfnuss den Tatbestand des § 224 Abs. 1 Nr. 5 StGB begründen. Dies haben zuvor die Oberlandesgerichte Hamm und Düsseldorf entschieden. Für die das Leben gefährdenden Behandlung bedarf es lediglich der Feststellung, dass die Körperverletzung generell geeignet war Lebensgefahr auszulösen, eine konkrete Gefährdung muss nicht nachgewiesen sein.

In dem vom Kammergericht zu entscheidenden Fall hatte das Tatopfer durch den Kopfstoß eine Nasenbeinfraktur erlitten, die zwei Wochen lang mit Plastikschienen stabilisiert werden musste ...

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