Bindung an eine telefonisch erklärte Kündigung?

Die Betreiber eines Friseursalons kündigten einer Friseurin fristlos, die sich dagegen mit einer Kündigungsschutzklage wehrte. Im Mittelpunkt des Verfahrens vor dem LAG Rheinland-Pfalz (Urteil vom 8.2.2012, BeckRS 2012, 70135) stand jedoch doch die Vorfrage, ob das Arbeitsverhältnis nicht bereits zuvor durch eine Eigenkündigung der Klägerin beendet worden war. Das LAG nahm das an und bestätigte - insoweit folgerichtig – das die Kündigungsschutzklage abweisende Urteil der ersten Instanz. Insoweit war folgender Sachverhalt zu würdigen: Die Klägerin hatte am 23.3.2010 gegen 9.00 Uhr ihren Arbeitgebern telefonisch erklärt, sie kündige fristlos. Auf den Einwand der bevorstehenden Osterfeiertage hin hat sie mit der Bemerkung „das ist mir egal“ ihre Erklärung bekräftigt und die Aufforderung, doch wenigstens die Kündigungsfrist einzuhalten, mit den Worten „das ist mir scheißegal“ geantwortet. Später gab die Klägerin vor, sie könne sich nicht daran erinnern, fristlos gekündigt zu haben. Das LAG bewertet dies wie folgt: „Bei dieser Sachlage ist es der Klägerin nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) verwehrt, sich auf …. auf die Nichteinhaltung der Schriftform (§ 623 BGB) zu berufen. Insoweit greift nämlich der Grundsatz des sog ...

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