Vor dem Arbeitsgericht streiten und damit Steuern sparen

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 09.02.2012 (AZ: VI R 23/10) können Aufwendungen für einen arbeitsgerichtlichen Vergleich als Werbungskosten bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Folgender Sachverhalt lag der Entscheidung des BFH zugrunde:

Nachdem zum 30.09.2003 das Arbeitsverhältnis zwischen dem Kläger und seinem Arbeitgeber beendet worden war, erhob der Arbeitgeber im Oktober 2005 vor dem Arbeitsgericht Klage auf Schadenersatz in Höhe von 929.648,00 €. Der frühere Arbeitgeber des Klägers führte zur Begründung an, der Kläger habe gegen Entgelt konkrete Geschäftschancen an Konkurrenten verraten und daher gegen die arbeitsvertraglich vereinbarte Schweigepflicht verstoßen. Der Kläger habe im Jahre 2003 einer anderen Firma geheime Angebotsdaten und Zeichnungen mitgeteilt, so dass nicht dem früheren Arbeitgeber, sondern der anderen Firma der Auftrag erteilt worden sei. Das arbeitsgerichtliche Verfahren wurde mit einem Vergleich beendet, der alle Ansprüche jeglicher Art zwischen dem früheren Arbeitgeber und dem Kläger erledigte ...

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