Schiffsfonds Hartmann Reederei MS "Frisia Rotterdam" GmbH & Co. KG...

Der von der Hartmann Reederei im Jahr 2004 emittierte Einschiff-Fonds MS "Frisia Rotterdam" steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die insbesondere über die Vertriebe Brenneisen Capital AG und die Secunia Finanz Contor GmbH angeworbenen Anleger, die bereits knapp 10 Mio. € in den Fonds investiert haben, sollen jetzt weitere rund 2,4 Mio. € nachschießen. Hintergrund sind aktuelle Zahlungsschwierigkeiten der Fondsgesellschaft. Gegenüber der finanzierenden Bank bestand zum 31.12.2011 ein Tilgungsrückstand von 1.884.000 US-$, wie einem Beiratsrundschreiben zu entnehmen ist. Ob damit dem schwer angeschlagenen Schiffsfonds tatsächlich zu helfen ist, ist fraglich. Angesichts der sich nicht abzeichnenden Besserung auf dem Schifffahrtsmarkt für Container regiert hier ein wenig das Prinzip Hoffnung. 39% des Anlegerkapitals flossen in Weichkosten Dabei stand das Konzept von Anfang an wegen der hohen nicht investiven Kosten auf sehr wackeligen Beinen. Denn insgesamt 39% des von den Anlegern aufgebrachten Kapitals (Kommanditeinlage zzgl. Agio) flossen in Zinsen, diverse Dienstleistungsvergütungen und Provisionen. Alleine für die Emissionskosten wurden 20% des Anlegerkapitals veranschlagt. Die Anleger hätten nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs im Rahmen der Anlageberatung sowohl über den Anteil der Anlegergelder, die nicht investiv verwendet wurden, als auch über jenen, der in die Vertriebsprovisionen floss, informieren werden müssen, was vielfach nicht geschehen ist. Nur 61% des Anlegerkapitals tatsächlich in das Schiff investiert Von den 9,88 Mio. €, die die Anleger aufgebracht haben, flossen daher nur gut 6 Mio. in den Bau des Fondsschiffs. Bezogen auf den Baupreis der MS "Frisia Rotterdam" von knapp 32 Mio. € sind dies gerade einmal knapp 19%. Umgekehrt hat dies einen äußerst hohen Fremdfinanzierungsanteil, also eine vergleichsweise hohe Kreditaufnahme und dementsprechend eine hohe Belastung des Fonds mit Zins- und Tilgungszahlungen zur Folge ...Zum vollständigen Artikel


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