Russische Zinsschranke-Regeln: alte Regeln – neue Trends

In unserer CEE-Reihe geht es heute um die russischen Zinsschranke-Regeln. Diese haben eine lange Geschichte, die seit der Ergänzung des russischen Steuergesetzbuches (SteuerGB) um das Gewinnsteuerkapitel in den frühen 2000er Jahren nachvollziehbar ist.

In ihrer aktuellen Form erschienen die Regeln erst 2006. Von da an bis Mitte 2011 waren Gerichtsverfahren grundsätzlich für Steuerpflichtige günstig, abweichend von zunehmenden negativen Erläuterungen des Finanzministeriums und der Steuerbehörden. Allerdings änderte sich Mitte 2011 das Herangehen der Gerichte an die Regeln drastisch. Wir geben einen Überblick über die Neuerungen:

Was ist die Zinsschranke?

Die russischen Zinsschranke-Regeln werden auf sogenannte kontrollierte Verbindlichkeiten angewendet, nämlich in den Situationen, wenn eines der nachfolgenden Kriterien erfüllt ist:

ein Darlehen wird durch einen ausländischen Gläubiger gewährt, dessen direkte oder indirekte Beteiligung am russischen Schuldner 20 % überschreitet (die indirekte Beteiligung wird als Produkt direkter Beteiligungen ermittelt); oder ein Darlehen wird durch einen russischen Gläubiger gewährt, der eine nahestehende Person zu dem oben genannten ausländischen Gesellschafter (direkte oder indirekte Beteiligung > 20%) des Schuldners ist; oder ein Darlehen wird an den russischen Schuldner durch eine ausländische Gesellschaft gewährt, deren direkte oder indirekte Beteiligung am russischen Schuldnerunternehmen 20 % überschreitet, oder die als Bürge bzw. Garant direkt oder durch verbundene russische Unternehmen für ihre russische nahestehende Person auftritt bzw. den russischen Schuldner auf eine andere Weise sichert ...Zum vollständigen Artikel

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