rückständigen Unterhalt innerhalb eines Jahres geltend machen

Die anwaltliche Praxis im Familienrecht zeigt es immer wieder: das Thema Unterhalt gehört unangefochten zu den wichtigsten Streitigkeiten.Relativ unbekannt ist, dass rückständiger Unterhalt vom Unterhaltsberechtigten innerhalb eines Jahres geltend gemacht werden muss. Ansonsten verwirkt er die Ansprüche und der Unterhaltsberechtigte geht leer aus. Dies mußte eine Unterhaltsberechtigte vom Thüringer Oberlandesgerichtes nun leidvoll erfahren (Thüringer Oberlandesgericht, Az: 2 UF 385/11).

Unterhalt für neun Jahre eingefordert Im besagten Fall hatte eine zwischenzeitlich 23-jährige, noch schulpflichtige Tochter erst im Jahre 2009 Maßnahmen ergriffen, um von ihrem Vater rückständige Zahlungen aus einer seit 2001 titulierten Unterhaltspflicht zu erhalten. Alleine für die Jahre 2001 bis zum Frühjahr 2008 beliefen sich nicht geleisteten Beiträge zur Unterhaltsverpflichtung auf die stattliche Summe von rund 15.000 Euro, wobei der Betrag für das Jahr 2009 noch nicht einberechnet war. Um an das Geld zu kommen, leitete die Tochter gegen ihren Vater zu Beginn des Jahres 2009 Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ein.

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Gerichte geben Unterhalts-Säumer Recht Gegen diese Maßnahmen jedoch setzte sich der Vater zur Wehr, klagte gegen die Zwangsvollstreckung und erhielt vom Amtsgericht Erfurt Recht. Die Tochter jedoch wollte um die Unterhalts-Ausstände kämpfen und legte gegen die Entscheidung des Amtsgerichts eine Beschwerde zum Oberlandesgericht ein ...

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