Bewerbungskosten in der Eingliederungsvereinbarung

Wenn der Einzugliedernde die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreibt, wird diese per Bescheid erlassen. Denn bist Du nicht willig, dann gibt es Gewalt. Für den abgebrühten Sachbearbeiter beim Jobcenter ergibt sich daraus mitunter folgende logische Konsequenz: alle, aber auch alle Akademiker und Ungelernte, Analphabeten und Habilitanten bekommen den selben Text, wenns nicht passt, gibt es Bescheid. Wer sich wehrt und nicht will, bekommt Sanktionen, erst 10 % weniger dann 20, dann 30. Da wäre man doch blöd, sich zu wehren. Das LAG NRW hatte sich in einer Entscheidung zur PKH mit den Bewerbungskosten in einer Eingliederungsvereinbarung auseinander zu setzen. Und hat entschieden, dass man für 8 ernsthafte Versuche monatlich auch Geld bekommen muss. Muss und nicht vielleicht.
Ob die insoweit getroffene Regelung der Übernahme der Bewerbungskosten im Eingliederungsverwaltungsakt hinreichend konkret ist, ist fraglich (vgl. dazu auch Beschluss des Senats vom 21.06.2012 - L 19 AS 1045/12 B ER, L 19 AS 1046/12). In der Literatur (Berlit, in LPK-SGB II, 4. Aufl ...
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