Betrugsverfahren: Pharmakonzern GlaxoSmithKline zahlt 3 Mrd US-Dollar

Der Streit zwischen dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline und den US-Behörden scheint beigelegt zu sein. Das Unternehmen bekennt sich demnach in wohl größten Medizin-Betrugsprozess für schuldig und zahlt 3 Milliarden US-Dollar an die US-Regierung. Im Gegenzug wird das Verfahren sowohl unter den Aspekten der strafrechtlichen Konsequenzen sowie möglichen Zivilprozessen eingestellt.

So soll GlaxoSmithKline unter anderem illegale Werbung für ihre Arzneimittel gemacht und die Diabetes-Medikament Avandia sowie die Antidepressiva und Paxil unter falschen Angaben vermarktet haben. Es wurden Testergebnisse zurückgehalten und dadurch mögliche (gesundheitsschädliche) Nebenfolgen bei der Anwendung der Medikamente vertuscht.

Eingeleitet wurden die Ermittlungen nach dem US-Amerikanischen Medizinstrafrecht gegen das Pharmaunternehmen im Jahre 2004 im Bundesstaat Colorado.

( Quelle: ftd online, 2.07.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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