Gesetzlicher Anspruch und Wirklichkeit

Ein 16-jähriger Schüler hat mehrfach Klassen wiederholen müssen. Mit letzter Anstrengung und Zeugnisnoten zwischen 4 und 5 schafft er die Versetzung in Klasse 8. Im Schuljahr hat er 43 Schultage gefehlt, stets entschuldigt. Dem Schulgesetz ist damit genüge getan. Der nicht betreuende Elternteil hinterfragt die Erziehungseignung des anderen Elternteils, weil keine plausible Begründung für diese Vielzahl an Fehltagen gegeben wird. Der Elternteil wendet sich an das Familiengericht. Gesetzliche Grundlagen:
§ 65 Schulgesetz R-Pf Mitwirkung der Eltern, Lehrkräfte und Ausbildenden (1) Die Eltern melden ihre Kinder zum Schulbesuch an und sorgen dafür, dass sie die Verpflichtungen nach den §§ 64 und 64 a erfüllen. Dies gilt auch für Personen, die mit der Erziehung und Pflege beauftragt sind. § 64 Schulgesetz R-Pf Teilnahme am Unterricht, Untersuchungen (1) Die Schülerinnen und Schüler haben regelmäßig am Unterricht und an sonstigen für verbindlich erklärten Schulveranstaltungen teilzunehmen, eigene Leistungen und die erforderlichen Leistungsnachweise zu erbringen. § 99 Schulgesetz R-Pf Ordnungswidrigkeiten (1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
1. ...
2. ...
3. als Elternteil oder mit der Erziehung und Pflege Beauftragte oder Beauftragter die Anmelde- und Mitwirkungspflichten aus § 65 Abs. 1 nicht erfüllt ...
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