Pahh, ich habe niemanden verletzt – das Bild habe ich im Internet gefunden…

…auch professionelle Verlage arbeiten nicht immer professionell. Schlampigkeit am Arbeitsplatz kann sehr teuer werden

Verlage von kostenlosen Zeitschriften und Zeitungen gibt es wie Sand am Meer. Sie leben von der Werbung. Werbung wird nur dann geschaltet, wenn die Auflage groß genug ist und die Zeitschrift / Zeitung beliebt ist.

Jeden Monat / Woche müssen sich die Redakteure was Spannendes aus den Fingern saugen und dazu auch noch eine passende Bebilderung suchen. Ohne Bilder geht heute nichts mehr.

Eine kurze Reportage über die starken Sommergewitter muss natürlich mit ausdrucksstarken Gewitter-Fotos geschmückt werden. Keine passenden Fotos zur Hand – ab ins Netz, da gibt es genügend.

Diesen Vorgang erleben wir immer wieder. Man sollte grundsätzlich davon ausgehen, dass Redakteure und Verlagsmitarbeiter eines professionellen Verlags das Urheberrecht in seinen Grundzügen kennen sollten. Die Realität sieht anders aus. Die Bilder werden einfach aus dem Internet kopiert und gedruckt.

Die häufigste Ausrede lautet, da war kein Copyright-Vermerk oder der Urheber war nicht benannt, daher ist man davon ausgegangen, dass das Bild gemeinfrei sei.

Um es einmal klar zu stellen, in Deutschland bedarf es keines Copyrights-Vermerks. Ein Foto unterliegt in der Regel immer dem urheberrechtlichen Schutz (Lichtbildwerk – § 2 Abs. 1 Nr. 5 UrhG oder Lichtbild – § 72 UrhG).

Es bedarf der Zustimmung des Urhebers (Fotografen) oder desjenigen, der die Nutzungsrechte an dem streitgegenständlichen Bild inne hat, um ein fremdes Bild veröffentlichen zu können ...

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