Kein „rückgratloses Charakterschwein“

Darf eine links-alternative Rechtsanwältin eigentlich einen Angeklagten verteidigen, dem vorgeworfen wird, ein Nazi zu sein?

Sind die Rechtsanwälte Wolfgang Heer und Wolfgang Stahl „Nazianwälte“, weil sie Frau Beate Zschäpe verteidigen?

Christian Rath schreibt in der LTO über die junge Kollegin Tina Gröbmayr, die von so genannten Linken - Mitglieder der Grünen Alternative Freiburg (GAF) - gemobbt wird, weil sie jemanden verteidigt, der der Freiburger Neonazi-Szene angehört.

Als Gröbmayr ihren GAF-Kollegen frühzeitig das heikle Engagement [...] mitteilte, traten bald zwei GAF-Vorstandsmitglieder zurück, „um keinesfalls in Zusammenhang mit der Verteidigung eines Neonazis zu kommen.“. Auch die beiden Stadträte der GAF distanzierten sich von Gröbmayr. Es sei nicht vertretbar, „in einem politischen Verfahren Entscheidungen zugunsten eines Neonazis zu treffen und gleichzeitig eine Gruppe mit einer diametral anderen Politik zu vertreten.“

berichtet Rath.

Es ist bedauerlich, daß Politiker, die sich darum bemühen, Regierungsverantwortung - wenn auch nur auf kommunaler Ebene - zu übernehmen, zeigen, wie wenig sie die Prinzipien des Rechtsstaats verinnerlicht, oder zumindest verstanden haben. Linke Politiker, wohlgemerkt!

„Ein Strafverteidiger ist nicht dafür da, um Mutter Theresa zu verteidigen ...

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