Ein Auto ist keine Qualifikation

“Das Bereitstellen eines Pkw ist kein Auswahlkriterium, das die deutsche Rechtsordnung vorsieht.”

Diesen interessanten Satz kann man jetzt vom Arbeitsgericht in Gera hören. Dort war eine Mitarbeiterin gesucht worden, die bestimmte Tätigkeiten im Außendienst zu versehen hatte – für den Landkreis. Bedingung war laut Ausschreibung, dass sie einen eigenen Wagen nutzen würde.

Man liest das oft, meist bei der Suche nach Pizzaboten, die geringfügig beschäftigt werden und im eigenen Pkw zu fahren haben. Was ist daran schlecht, dachte der Landkreis. In Zeiten leerer Kassen zumal. Die einzige Bewerberin bekam den Job, weigerte sich dann aber auf einmal, einen eigenen Wagen anzuschaffen. Zu Recht, meinte das Arbeitsgericht.

Zu Recht?

Klar ist: Nach Artikel 33 GG haben alle Arbeitnehmer den gleichen Zugang zu Stellen im öffentlichen Dienst. Diese „Bestenauslese“ ist seit jeher eine Qualifikationsfrage. Der Besitz eines Pkw gehört nicht zu den Qualifikationen, die man haben kann – allenfalls zum persönlichen Vermögen ...

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