Vive la France

Wir blicken wieder über den nationalen Tellerrand und werden sehr bescheiden.

Durch einen Artikel von BERTON & ASSOCIES – einer deutsch französischen Anwaltskanzlei in Straßburg. Dort wird von einem Urteil des französischen Kassationsgerichtshofs berichtet, der allen deutschen Meckerbolzen, die „unser Arbeitsrecht“ irgendwie unpraktisch finden, mal zu denken geben sollte.

Das fängt alles damit an, dass es um „Tagespauschalen“ geht. Damit ist die Vereinbarung bestimmter Arbeitszeitpauschalen gemeint, die u.U, von der in Frankreich gesetzlich (!) geltenden 35-Stunden-Woche abweichen. Nach oben natürlich. Diese Pauschalen werden zunehmend juristisch unter Druck gesetzt, aus Gründen der Arbeitssicherheit und des europäischen Rechts.

Erkenntnis 1: In Frankreich gilt es als ungesund, mehr als 35 Stunden in der Woche zu arbeiten. Ausnahmen werden beschnitten. Das Unionsrecht scheint auch ein anderes zu sein. Während wir uns zähneknirschend von einer deutschen Urlaubskonzeption verabschieden, vereinnahmen die französischen Gerichte einfach für sich, was Ihnen dubios erscheint.

Die Tagespauschale war hier wohl von einem Metalltarifvertrag zugelassen worden. Der musste noch darauf überprüft werden, ob er alle Anforderungen an den Gesundheitsschutz erfüllt – wegen der langen Arbeitszeit über 35 Stunden, versteht sich. Er bestand den Test. Warum, zeigen die vom Gericht aufgezählten Beispiele von Schutzmaßnahmen, die eine wohlwollende Betrachtung rechtfertigen:

Der Arbeitgeber führt ein „Kontrollheft“ über die Arbeitszeit Der Arbeitgeber führt einmal im Jahr Gespräche mit dem Mitarbeiter über dessen Arbeitsbelastung [sic!] ...Zum vollständigen Artikel

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