Schlecker – das Insolvenzverfahren.

Schlecker – das Insolvenzverfahren.

Der aktuellen Presse kann derzeit entnommen werden, dass Anton Schlecker im Zeitfenster „lediglich ein paar Monate“ vor Insolvenzantragstellung seiner Drogeriekette Firmengrundstücke an dessen Kinder im Wege der Schenkung (Vertrag aus 2008) übertragen haben soll. Zudem soll er in 2009 sein Familien-Anwesen auf seine Ehefrau im Wege der Schenkung übertragen haben. Hierfür soll sich Anton Schlecker ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt haben lassen. Insolvenzverwalter Arnd Geiwitz hat hierzu mitgeteilt, dass alle Übertragungen – insbesondere in den letzten vier Jahren – überprüft werden. Diese Pflicht hat er als Insolvenzverwalter.

Weiter wird berichtet, dass Anton Schlecker lediglich ein paar Tage vor Insolvenzantragstellung seinen Kindern ein großes Grundstück in Österreich für „lediglich“ € 2,5 Mio verkauft haben soll.

Welche Folgen hat sein Verhalten im insolvenzrechtlichen Sinne?

Sollte der bislang bekannt gewordene Sachverhalt sich als richtig herausstellen, so passiert das Folgende: Der Insolvenzverwalter hat sog. Anfechtungsansprüche gegen diejenigen zu prüfen, die die benannten Vermögenswerte übertragen bekommen haben, hier also gegen die Kinder von Anton Schlecker sowie dessen Ehefrau. Fraglich ist, warum Anton Schlecker überhaupt versucht hat, Vermögen zu übertragen. Ganz einfach: Anton Schlecker haftet aufgrund der von ihm gewählten Rechtsform „eK – eingetragener Kaufmann“ – mit seinem gesamten Privatvermögen. Fraglich, warum er diese Rechtsform gewählt hat ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK