Wann ist ein Grundstück erschlossen?

Ein Baugrundstück, das nicht zum öffentlichen Verkehr gewidmet ist, gilt von einer Straße als erschlossen, wenn über diese Strasse auch andere Wohngebäude angefahren werden, und damit die Ortsgemeinde den Anliegerverkehr zu vergleichbar genutzten Grundstücken über diese Straße trotz der fehlenden Widmung zugelassen hat. Denn aus Gründen der Gleichbehandlung darf einem Bauherrn die verkehrsmäßige Anbindung des geplanten Wohnhauses nicht versagt werden, wenn dieser Weg für den Ziel- und Quellverkehr anderer Grundstücke zur Verfügung steht.

So die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz in dem hier vorliegenden Fall der Ortsgemeinde Bretzenheim, die eine Zulassung eines weiteren Wohnhauses an einem Teil der Königsberger Straße, der nicht gewidmet ist, damit nicht verhindern kann. Im Februar stellte der Bauherr eine Bauvoranfrage zur Bebauung eines im Innenbereich von Bretzenheim gelegenen Grundstücks mit einem eingeschossigen Wohnhaus. Die Ortsgemeinde versagte das Einvernehmen: Das geplante Haus liege an einem Teilstück der Königsberger Straße, das nicht zum öffentlichen Verkehr gewidmet und als Wirtschaftsweg anzusehen sei ...

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