Unterhaltsleistungen: Mindert der Investitionsabzugsbetrag die Leistungsfähigkeit?

Bei der Beurteilung der Frage, ob Unterhaltsleistungen nach § 33a Abs. 1 EStG als außergewöhnliche Belastung anzuerkennen sind, wird das verfügbare Nettoeinkommen des Steuerpflichtigen nicht durch geltend gemachte Investitionsabzugsbeträge gemindert; denn die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen wird dadurch nicht beeinträchtigt. Der Investitionsabzugsbetrag mindert die Einkünfte aus Gewerbebetrieb nur buchmäßig. Das tatsächliche Vermögen bleibt jedoch unangetastet (FG Niedersachsen 24.4.12, 15 K 234/11). Aufwendungen für den Unterhalt einer dem Steuerpflichtigen oder seinem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person, können bis zu 8.004 EUR im Kalenderjahr vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden (§ 33a Abs. 1 EStG). Allerdings müssen sie in einem angemessenen Verhältnis zum Nettoeinkommen des Leistenden stehen und diesem nach Abzug der Unterhaltsleistungen noch angemessene Mittel zur Bestreitung des Lebensbedarfs für sich sowie ggf. für seine Ehefrau und seine Kinder verbleiben (Opfergrenze) ...Zum vollständigen Artikel


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