Zweifel an Rechtmäßigkeit der ersten Schlecker-Kündigungen – Arbeitsgericht Heilbronn hebt Kündigung einer Filialleiterin auf

Als erstes Gericht zumindest in Baden-Württemberg hat das Arbeitsgericht Heilbronn die Kündigung einer Schlecker-Mitarbeiterin für unwirksam erklärt. In einer Mitteilung vom Donnerstag, 28.06.2012, äußerte das Gericht insgesamt deutliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der ersten Kündigungswelle von rund 10.000 Mitarbeiterinnen Ende März bei Schlecker (AZ.: 8 Ca 71/12).

Bei der ersten Kündigungswelle hatte Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am 28.03.2012 etwa 10.000 Mitarbeiterinnen entlassen. Weitere gut 13.000, die zunächst noch für die Abwicklung und den Ausverkauf in den Filialen sorgen sollten, sollen in den nächsten Tagen ihre Kündigung erhalten.

Gegen die erste Welle hatten bundesweit mehrere Tausend Mitarbeiterinnen geklagt. Nach Angaben des Landesarbeitsgerichts (LAG) Stuttgart sind es allein in Baden-Württemberg 629 Klagen, in Rheinland-Pfalz nach Angaben des LAG Mainz 258. Allein beim Arbeitsgericht Berlin waren am 25.04.2012 bislang rund 230 Kündigungsschutzklagen eingegangen.

Das Arbeitsgericht Heilbronn hob nun die am 28.03 ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK