Der Ernst des Lebens

Erst neulich wurde ich Zeuge folgender Szene: Ich, mitten am Tag, einer jener Tage, die früh beginnen, dann ganz stark nachlassen, sich auch nur bedingt durch ein gutes Mittagsessen retten lassen … aber es sollte anders kommen …

Im Zeitungsladen um die Ecke bin ich auf der Suche nach einer bestimmten „Fachzeitschrift“, als neben mir eine schrille unangenehme und laute Stimme schreit „Ernst!, Ernst!, wo steckst du schon wieder? Nun komm schon, ich will weiter!“. Ich drehe mich um und suche Ernst.

Zu meinen Füßen entdecke ich einen ca. 3-4 jährigen Blondschopf, der zusammengekauert auf dem Fussboden sitzt und lässig bis lautstark in einer Zeitschrift bunte Bilder anschaut. Mal ehrlich, sein Kind heutzutage noch Ernst zu nennen … mutig.

Dann ergibt sich folgende Situation: Mutter zerrt Ernst genervt weg von seiner Lektüre an die Kasse, um dort ausschließlich ihre Hochglanzzeitschrift zu bezahlen. Der Zeitungsverkäufer brummt wortwörtlich: „Na da wollen wa mal hoffen dat der Kleene nischt wegjelesen hat und im übrigen dit hier ist keene Bibliothek und dit müssen sie allet bezahlen“ ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK