Debatte um „Do Not Track“-Einstellung von Microsoft

Seit Anfang Juni ist bekannt, dass Microsoft für seinen neuen Browser „Internet Explorer 10“ plant die „Do Not Track“-Option als Standardeinstellung zu implementieren. Dagegen sträubt sich das sog. World Wide Web Consortium (W3C) – das Gremium zur Standardisierung des Webs. Als Fürsprecherin ist gerade die Europäische Kommission auf den Plan getreten.

„Do Not Track“ oder „Wünsch dir was“

„Do Not Track“ (DNT) ist ein HTTP-Header-Feld und signalisiert einer Internetseite oder Internet-Anwendungssoftware den Wunsch des Nutzers, dass diese die Informationen über seine Aktivität nicht personenbezogen verwendet.

Diese Technik wurde erst in den letzten drei Jahren entwickelt und wird mittlerweile von Mozilla (Firefox), die maßgeblich deren Entwicklung vorangetrieben hat, von Apple (Safari) und eben von Microsoft (Explorer) unterstützt.

Es handelt sich bei der DNT-Einstellung wohlgemerkt nur um eine Anfrage des Nutzers. Ob die jeweilige Internetseite diesen Wunsch beachtet, bleibt immer noch ihr überlassen. In der Praxis gibt es zur Zeit eher wenige Internetseiten, die die DNT-Anfrage anerkennen und umsetzen. Folglich bleibt der Wunsch des Internetnutzers eben das – ein Wunsch. Ob er in Erfüllung geht, wird er erst einmal nicht erfahren.

Microsoft als Ritter des Datenschutzrechts

Microsoft wird mit der Einführung des „Internet Explorer 10“, die voraussichtlich diesen Herbst stattfinden wird, dennoch eine datenschutzrechtlich erstrebenswerte Standardeinstellung vornehmen. Wenn die Microsoft-Nutzer demnächst ihren Browser aktualisieren und die neueste Version installieren, werden ihre Browser-Einstellungen automatisch so gesetzt, dass sie dem Online-Tracking widersprechen. In der DNT-Funktion wird das sog. Opt-out aktiviert sein ...

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