Folgen taktischer Geständnisse

Manchmal unterbreiten Staatsanwälte oder Richter "Sonderangebote" für den Fall eines Geständnisses, die von Angeklagten dann angenommen werden, weil sie z.B. unter Bewährung stehen und nun plötzlich in einem neuen Verfahren eine Geldstrafe "offeriert" wird. Das, obwohl an dem neuen Vorwurf gar nichts dran ist. Ich hatte jetzt mit einem Fall zu tun, in dem jemand in erster Instanz seine Unschuld beteuert hatte, wobei 4 Zeugen ihn auch entlastet haben, während zwei andere Zeugen ihn der Täterschaft bezichtigt haben. Diesen beiden wurde geglaubt, der Arme wurde zu neun Monaten ohne Bewährung verurteilt, der Widerruf einer anderen Bewährung drohte. In der Berufungsinstanz wurde ihm dann für ein "Geständnis", also für das, was man hören wollte, eine Geldstrafe angeboten. Das Angebot nahm er an, seine laufende Bewährung war damit gesichert, alles "klar" ...

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