EuGH bestätigt Busse gegen Microsoft

Mit Urteil vom 27. Juni 2012 bestätigt der Europäische Gerichtshof (EuGH) eine rekordhohe Busse gegen Microsoft wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung. Der EuGH hielt die von der Europäischen Kommission ursprünglich im Umfang von EUR 899 Mio. verhängte Busse allerdings für zu hoch bemessen und reduzierte sie auf immerhin EUR 860 Mio. Der Entscheid des EuGH vom 27. Juni 2012 hat eine schon länger andauernde Auseinandersetzung zwischen Microsoft und der EU-Kommission zum Hintergrund: Mit Entscheid vom 24. März 2004 hatte die EU-Kommission festgestellt, dass Microsoft ab Oktober 1998 ihre beherrschende Stellung mitunter dadurch missbraucht hatte, dass sie sich weigerte, ihren Wettbewerbern sogenannte Interoperabilitätsinformationen (verkürzt gesagt Informationen betreffend standardisierte Formate und Protokolle, welche Programme zum Datenaustausch untereinander benötigen) zur Verfügung zu stellen und deren Nutzung für die Entwicklung und den Vertrieb von Produkten zu gestatten, welche auf dem Markt für Betriebssysteme für Arbeitsgruppenserver mit den Produkten von Microsoft konkurrierten. Die EU-Kommission verpflichtete Microsoft deshalb zur Bezahlung einer Busse in der Höhe von EUR 497 Mio ...Zum vollständigen Artikel

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