Betriebskostenversicherung: Aufteilung der Prämie in private und betriebliche Veranlassung bei einem Zahnarzt

Eine Betriebskostenversicherung, die die Betriebskosten ersetzt, wenn der Betrieb durch Arbeitsunfähigkeit des Inhabers wegen Krankheit oder Unfallfolgen oder aber durch behördlich angeordnete Quarantäne unterbrochen wird, ist für den Betriebsausgabenabzug der Prämie in einen privat und in einen betrieblich veranlassten Teil aufzuteilen. Die Aufteilung ist nach dem Verhältnis der Prämien mit und ohne betrieblichen Versicherungsteil vorzunehmen (BFH 24.8.11, VIII R 36/09). Der Kläger ein selbstständiger Zahnarzt hatte eine Betriebskostenversicherung abgeschlossen, die den Aufwand an fortlaufenden Betriebskosten ersetzen sollte, wenn der Betrieb durch Arbeitsunfähigkeit des Inhabers wegen Krankheit oder Unfallfolgen oder aber durch behördlich angeordnete Quarantäne unterbrochen würde. FA und FG versagten den Abzug als Betriebsausgaben. Der BFH hingegen hob die FG-Entscheidung auf und verwies sie an das FG zurück. Grund für die Zurückverweisung war, dass die Versicherung auch das Risiko einer Betriebsunterbrechung durch eine amtlich angeordnete Quarantäne abdeckt und der insoweit entstandene Prämienaufwand als Betriebsausgabe abziehbar ist. Die Aufteilung ist nach dem Verhältnis der Prämien mit und ohne betrieblichen Versicherungsteil vorzunehmen (BFH 19.5.09, VIII R 6/07). Der BFH gab dem FG allerdings insoweit Recht, als die Aufwendungen nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden können, soweit die Versicherung das allgemeine Erkrankungs- oder Unfallrisiko des Versicherungsnehmers abdeckt und bei Eintritt dieser Risiken die Betriebskosten des vom Versicherungsnehmer unterhaltenen Betriebs zahlt. Für Betriebsausfall- oder Betriebsunterbrechungsversicherungen gelten nach der BFH-Entscheidung (BFH 19.5 ...Zum vollständigen Artikel

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