Facebook und Microsoft: Neues zur Gesichtserkennung

Facebook hat die Softwareschmiede „face.com“ aufgekauft und wird die umfangreichen Anwendungen in Kürze sicherlich in das eigene Angebot integrieren.

Neues gibt es auch von Microsoft zu vermelden, der Branchenriese hat ein Verfahren entwickelt, um aus den Gesichtern von Menschen deren Gefühle abzuleiten. Die zugrunde liegende Software nutzt diese Erkenntnisse dann, um maßgeschneiderte Werbung anzubieten.

Live-Erkennung über das Smartphone

Mit Hilfe der Software „Klik“, frisch eingekauft über „face.com“, wird es Facebook in Zukunft möglich sein, Gesichter in Echtzeit nur mit Hilfe eines Smartphones zu erkennen. Der Nutzer richtet seine Handy-Kamera auf eine Person und die Software schlägt zum angezeigten Motiv in Echtzeit Namen aus der Facebook-Datenbank vor. Bis jetzt ist die eigene Markierung auf fremden Fotos noch über die Benutzereinstellungen einschränkbar, aber es steht in den Sternen, wie lange das noch so bleibt.

Verfolgung – immer und überall?

Der erste Schritt auf dem Weg in eine dauerhafte Überwachung im öffentlichen Raum ist damit bereits getan. Wenn man beobachtet, mit welcher Wucht sich z.B. der Facebook-Like-Button mit vollkommen unsichtbarer Datenerhebung auf nahezu allen Webseiten durchgesetzt hat, kann man erahnen, wie groß der Einfluss von Facebook auf unser Leben schon heute ist. Und kombiniert man diese Tatsache mit Microsofts neuester Idee, dann wird das Bild noch etwas deutlicher.

Microsoft: Gefühlserkennung per Software

Bei der Spielekonsole Xbox funktioniert die Erkennung eines Spielers und die Unterscheidung von anderen Spielern bereits tadellos. Microsoft hat dieses Verfahren weiter entwickelt und um neue Funktionalitäten erweitert ...

Zum vollständigen Artikel

  • Netzwelt-Ticker: Spionagewurm klaut technische Zeichnungen 

    spiegel.de - Ein Computerwurm hat Zehntausende technische Zeichnungen gestohlen - ein Zeichen mehr, dass Betriebsspionage ernster genommen werden muss. Außerdem im Überblick: Microsoft patentiert an Emotionen angepasste Werbung und Apple behauptet nicht weiter, "frei von PC-Viren" zu sein.

  • Bilderkennung: Ich weiß, wer du bist

    spiegel.de - 2 Leser - Sie nennt sich Daisy, flirtet auf einer Datingplattform im Internet, aber wie heißt die Schöne im wahren Leben? Was mag sie, wer sind ihre Freunde? US-Forschern ist es gelungen, Hunderte Nutzer eines Flirtportals zu identifizieren - mit Standard-Software zur Gesichtserkennung.

  • Kunstprojekt: Stylingtipps gegen die Gesichtserkennung

    spiegel.de - 2 Leser - Selbsthilfe gegen Gesichtserkennung: Der New Yorker Künstler Adam Harvey hat einige Stylingvarianten geschaffen, die gängige Software zur Gesichtserkennung verwirren. Harvey hat für seine Tests Gesichtserkennnugsalgorithmen der freien Programmbibliothek OpenCV benutzt.

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK