Piratenbräute gesucht

Derzeit tobt in Piratenkreisen – mal wieder – die Gender-Diskussion.

Statistisch gesehen sind Talente zu 50:50 auf Angehörige beide Geschlechter verteilt. Daher läge es rein ökonomisch gesehen im Interesse einer jeden Gruppe, möglichst auch das Potential von Kandidatinnen zu nutzen. Im NRW-Wahlkampf 2010 wurden die NRW-Piraten souverän von einer Piratenbraut geführt, im letzten Bundesvorstand prägte vor allem die telegene politische Geschäftsführerin ein positives Bild der Böse-Buben-Partei. Den Erkenntnisprozess, dass Frauen in unserer gegenwärtigen Gesellschaft wesentlich mehr leisten müssen, um für die gleiche Leistung die gleiche Anerkennung wie männliche Konkurrenten zu erfahren, haben von den GRÜNEN bis hin zur CDU alle Parteien vollzogen und als ihre Antwort auf die Benachteiligung die Quote gefunden.

Nahziel der Quote ist, dass der gegenwärtige Ist-Zustand durch einen Eingriff in den demokratischen Prozess dem wünschenswerten Soll-Zustand angeglichen werden soll. Fernziel der Quote ist die Etablierung eines Klimas, das eine Vielzahl an Bewerberinnen ermutigt, ihr Talent zu aktivieren. Den klimatischen Faktor kann man kaum unterschätzen: Hierzulande etwa gibt es nur sehr wenig Informatikerinnen, obwohl dies keineswegs der Normalverteilung entspricht. In den USA soll das Verhältnis in etwa ausgeglichen, in Osteuropa soll der Frauenanteil sogar höher sein ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK