Wenn der Arbeitgeber heimlich filmen möchte

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt hat die hohen Hürden für die heimliche Videoüberwachung von Arbeitnehmern konkretisiert. Sie ist nur zulässig, wenn ein dringender Tatverdacht besteht, der anders nicht mehr aufgeklärt werden kann, heißt es in einem am Donnerstag verkündeten Urteil (AZ: 2 AZR 153/11). Danach darf sie zudem insgesamt nicht unverhältnismäßig sein.

Im entschiedenen Fall kam es in einer Filiale einer Einzelhandelskette zu hohen Inventurdifferenzen. Das Unternehmen hegte den Verdacht, dass dies nicht nur auf Diebstahl der Kunden zurückgeht, sondern auch von Mitarbeitern. Mit Zustimmung des Betriebsrats wurde daher für drei Wochen eine verdeckte Videokamera installiert. Auf den Aufnahmen war zu sehen, wie ausgerechnet die stellvertretende Filialleiterin zweimal Zigaretten aus der Auslage nahm. Die Mitarbeiterin bestritt dies. Gestützt auf die Videoaufnahmen wurde sie dennoch entlassen ...

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