In Widersprüche verstrickt kann auf Diskriminierung hindeuten

Verstricken sich Arbeitgeber über die Arbeitsleistungen einer türkischstämmigen Mitarbeiterin und der damit verbundenen Ablehnung einer Weiterbeschäftigung in Widersprüche, kann dies ein Indiz für eine Diskriminierung sein. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt in einem am Donnerstag, 21.06.2012, verkündeten Urteil klargestellt (AZ: 8 AZR 364/11).

Im konkreten Fall war die türkischstämmige Klägerin bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft in der Bezirksverwaltung Mainz bis zum 31.01.2010 befristet beschäftigt gewesen. Eine unbefristete Weiterbeschäftigung lehnte der Arbeitgeber ab. Die Leistungen der Klägerin wurden in dem Arbeitszeugnis allerdings „zur vollsten Zufriedenheit“ beurteilt.

Die türkischstämmige Sachbearbeiterin zeigte sich davon unbeeindruckt. Sie fühlte sich vielmehr wegen ihrer Herkunft diskriminiert und forderte eine Entschädigung. Mehrere deutsche befristet eingestellte Mitarbeiter hätten einen dauerhaften Arbeitsplatz erhalten. In der Berufsgenossenschaft seien zudem unterdurchschnittlich wenig Beschäftigte mit Migrationshintergrund angestellt. Dies sei alles als Indiz für eine unzulässige Diskriminierung zu werten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK