CCTV in der Populärkultur

Videoüberwachungsanlagen (im Englischen als Closed Circuit Television (CCTV) bezeichnet) dienen der Beobachtung mit optisch-elektronischen Einrichtungen und verweist darauf, dass die Bilder der CCTV-Kameras an eine begrenzte Zahl von Empfangsgeräten übertragen werden – so die Erklärung auf Wikipedia zu CCTV.

In der zitierten Definition wird indirekt ein Zahlenverhältnis angesprochen: eine begrenzte Zahl von Überwachern steht einer (üblicherweise) größeren Zahl an Überwachten gegenüber. In diesem zahlenmäßigen Verhältnis kommt ebenfalls ein Machtverhältnis zum Ausdruck: einige wenige Auserwählte nehmen eine Kontroll- und Überwachungsfunktion wahr, von der Viele betroffen sind.

Nun muss man kein Experte auf dem Gebiet der surveillance-studies sein, um festzustellen, dass traditionell staatliche Kontroll- und Überwachungsaufgaben zunehmend in Hand privater Akteure gelegt wird. Kein Tankstellenbetreiber und kaum ein Kioskbesitzer verzichtet auf die Überwachung seiner Kundschaft mittels CCTV. In einem schleichenden Prozess der Responsibilisierung hat die private Kontrolle fast alle Lebensbereiche erfasst. Als ein Gradmesser dieses Selbstverständnisses von alltäglicher und allgegenwärtiger Kontrolle und Überwachung mag die Populärkultur herhalten oder genauer: CCTV in der Populärkultur.

CCTV im Werbeclip

Ein aktuelles Beispiel aus der Populärkultur ist ein Werbeclip von Coca-Cola, der ausschließlich aus der Perspektive von Überwachungskameras gefilmt ist (s.u.). In dem Video heißt es “Security Cameras around the world also capture …” und “Let’s look at the world a little differently”. In der Coca-Cola-Welt dienen CCTV Bilder nicht mehr der Übertragung an eine “begrenzte Zahl an Empfangsgeräte” zwecks Kontrolle und Überwachung, sondern der Unterhaltung eines Millionenpublikums ...

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