Nanu, die Gegenseite sagt ja die Wahrheit

Vor Gericht gilt die Wahrheitspflicht, das heißt, dass das Leugnen ungünstiger Umstände strafrechtlich durchaus als Prozessbetrug bewertet werden kann. Wie die Erfahrung lehrt, sind die Skrupel dabei (natürlich nur) bei den gegnerischen Parteien nicht besonders ausgeprägt. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. So vertrat ich eine Wohnungseigentümerin, die mir berichtete, dass vor dem Anwesen, einem Zweifamilienhaus, ein Auto einer Heizungsbauerfirma (nennen wir sie Heibau) gesichtet wurde. Deren Mitarbeiter machten sich an der Heizungsanlage zu schaffen. Ein Eigentümerbeschluss lag nicht vor. Nach Auskunft der Monteure hatte der vormalige Miteigentümer und jetzige Inhaber eines lebenslangen Wohnrechts, den Auftrag erteilt. Es galt nun Schnelligkeit gegen Gründlichkeit abzuwägen. Im Wege der einstweiligen Verfügung beantragte ich die Einstellung der Arbeiten, gegen die Wohnungseigentümerin und den Mitbewohner. Der Antrag gegen die Miteigentümerin wurde zurückgewiesen, der Antrag gegen den Mitbewohner ging durch ...Zum vollständigen Artikel

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