Immer Ärger mit dem Fahrtenbuch

Fahrtenbücher gibt es zwei: Einmal als Auflage der Straßenverkehrsbehörde, wenn nach schwerwiegenden Verkehrsverstößen der Fahrer nicht nachgewiesen werden kann. Dann muss festgehalten werden werden, welcher Fahrer das Fahrzeug auf welcher Fahrt benutzt hat. Hier geht es um die andere Variante:

Eine GmbH überließ ihrem Geschäftsführer einen Wagen auch zur privaten Nutzung. Den Nutzungsvorteil wollte sie für die Lohnsteuer nicht nach der 1% Regelung (Der Nutzungsvorteil wird mit 1% monatlich des Listenpreises zzgl. 0,03% pro Kilometer bei Nutzung auch für den Arbeitsweg bewertet) bewerten, sondern konkret an Hand eines Fahrtenbuchs. Dazu muß nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 3 EStG ein “ordnungsgemäßes Fahrtenbuch” geführt werden. Hier enthielt das Fahrtenbuch für die betrieblichen Fahrten neben dem Datum meist nur Angaben wie “F(irma) – A-Straße” und nur gelegentlich auch Namen von Kunden oder zum Zweck der Fahrt sowie den Kilometerstand. Nachträglich reichte die GmbH dann noch eine Liste mit näheren Angaben u.a. zum Zweck aller Fahrten und dem Ziel ein, etwa einen Kunden des Unternehmens.

Wann ein Fahrtenbuch “ordnungsgemäß” ist

Der Bundesfinanzhof hat das Fahrtenbuch nicht als “ordnungsgemäß” angesehen. Den Wert der privaten Nutzung muß der Geschäftsführer der GmbH deshalb pauschal nach der 1%-Regelung versteuern. “Ordnungsgemäß” ist ein Fahrtenbuch nach Auffassung des BFH nur, wenn sich aus ihm mit “vertretbarem Aufwand” der Anteil der privaten Nutzung mit “hinreichender Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit” ermitteln läßt ...

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