will falscher Doktor bleiben

Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass die seltsame Rasse der Doktoren vom Aussterben bedroht sei. In einem aktuellen Fall bekommt ein Vertreter der Spezies jetzt Artenschutz der ganz besonderen (üblen) Art:

Normalerweise kostet es den Doktortitel, wenn nachgewiesen wird, dass wesentliche Teile einer Doktorarbeit aus fremden Quellen stammen und nicht den Gepflogenheiten entsprechend als Zitate gekennzeichnet wurden. Für Prof. Dr. Detlev Dähnert scheine dies aber nicht zu gelten, meint Debora Weber-Wulff.

Mit einer Arbeit, welche den Titel “Bewältigung technischer und sozialer Probleme bei der Konzeption von Umsiedlungen” trug, promovierte der Vattenfall-Prokurist 1999 an der Fakultät für Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik der BTU Cottbus. Außerdem wurde er 2005 zum Honorarprofessor der Hochschule ernannt. Seitdem durfte er Vorlesungen halten und wurde Mitglied der Berufungskommission im Fachbereich Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau.

In großen Teilen abgekupfert

Im vergangenen Sommer, trübte sich der bis dahin blaue Karriere-Himmel dann für den Honorarprofessor Dähnert ein: Es wurden Vorwürfe laut, nicht unwesentliche Teile seiner Doktorarbeit seien von ihm abgeschrieben und nicht als Zitate gekennzeichnet worden. Diese Information wurde auch dem Plagiatsjägerportal VroniPlag zugespielt, dort aber zunächst nicht weiter verfolgt ...

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