Leichenliebhaber will Millionen

Ein chinesischer Professorentitel brachte Gunter von Hagen ein Strafverfahren ein. Er wurde freigesprochen, will aber jetzt auch noch vom OVG Münster bestätigt haben, dass er kein Hochstapler ist.

Wie kommt`s?

Bekannt wurde der promovierte Mediziner von Hagen damit, dass er das, was normalerweise in den Katakomben der Anatomien verborgen bleibt und das allenfalls Medizinstudenten zu sehen bekommen, in seiner Schau „Körperwelten“ einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte: Präparate aus menschlichen Körpern. Weil er einen Professorentitel angeblich unrechtmäßig geführt habe wurde der Mann, dessen Markenzeichen ein schwarzer Hut ist, vor Jahren vor Gericht gestellt, aber dann doch freigesprochen. Jetzt will er den (vermeintlichen) Ruf eines Hochstaplers vollends loswerden – und zwar mit Hilfe einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes zu Münster.

Eine chinesische Gastprofessur

Die Dalian Medical University in der Volksrepublik China hatte dem Mediziner aus Heidelberg in den Neunzigern für fünf Jahre einen Gastprofessorentitel verliehen. Von Hagens ließ sich vom nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium, damals für Genehmigungen zum Führen ausländischer Titel bei im Ausland lebenden Deutschen zuständig, erlauben, diesen Titel zu führen. Dabei wurde ihm jedoch vorgeschrieben, mit dem „Prof ...

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