Die Kirche, die lesbische Erzieherin und ein Richter in Augsburg

Die katholische Kirche und das Verwaltungsgericht Augsburg – ich habe irgendwie den ganz leisen Verdacht, das wird keine Liebesgeschichte, die dort bereits ein Happy End findet, gleich ob mit Ende nach der Instanz oder nicht. Ich lasse mich gern angenehm überraschen, sollte ich mich irren.

Aber tippen Sie doch mal, Wie schätzen Sie es ein? Wird das in die nächste Instanz gehen, nachdem die katholische Kirche beim VG Augsburg eine Niederlage erlitten hat im Rechtsstreit um die Frage, ob sie einer lesbischen Erzieherin während der Elternzeit kündigen dürfe?

Jener Erzieherin, die in einem katholischen Kindergarten arbeitet.

Die 39-Jährige genießt nach der Geburt ihres Kindes einen besonderen Kündigungsschutz, der bei einer Kündigung grundsätzlich die Zustimmung des Gewerbeaufsichtsamt zur Bedingung macht. Die Behörde verweigerte erfreulicherweise diese Zustimmung , erfreuete damit aber nicht die Kirche. Und so traf man sich in Augsburg vor Gericht. Denn: Die Homosexualität der Kindergärtnerin aus dem Landkreis Neu-Ulm verstoße – so die Klage in der Begründung - gegen die katholischen Moralvorstellungen.

Die Erzieherin hatte ihre sexuelle Orientierung jahrelang geheim gehalten.

Kinder aber ändern eben vieles. Alles. Sagen manche.

Der Zufall zeitlicher Koinzidenz will es gerade am heutigen Tag, dass ich dabei nach wie vor nur – nicht einen Bruchteil einer Sekunde je Entscheidungen dabei bereuend – zustimmen kann. Auch wenn ich das Wort “alles” dabei feinspezifischer differenziert einsetzen würde. Beispielsweise ändern sie – logisch – dass man die Art und Weise, wie man SICH in und für seinen Beruf dann selbst anders organisieren muss und will, nicht aber zwangsläufig, dass man ihn nicht oder mit weniger Einsatz und erst recht nicht mit weniger effektivem Erfolg für Arbeitgeber/Auftraggeber/Mandanten/Kunden etc ausfüllen kann, will und wird ...

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