Wegen fahrlässiger Tötigung verurteilter Chefarzt muss gehen

Ein Arzt, der bei seiner Einstellung Verurteilungen mit medizinischem Hintergrund verschweigt, muss mit seiner fristlosen Kündigung rechnen. Das Hessische Landesarbeitsgericht (LAG) bestätigte mit einem am Montag. 18.06.2012, bekanntgegebenen Urteil die Kündigung eines Chefarztes, der ein Verfahren und eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung verheimlicht hatte (AZ: 7 Sa 524/11).

Der Mediziner war seit November 2009 leitender Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe einer Klinik im Raum Darmstadt. Vor seiner Einstellung hatte er eine Erklärung unterschrieben, wonach er bislang weder gerichtlich noch disziplinarisch belangt wurde und dass auch keine Verfahren anhängig sind. Zudem verpflichtete er sich, den Arbeitgeber über neue Verfahren zu informieren.

Tatsächlich war aber 2002 gegen den Arzt eine Strafanzeige und 2006 Anklage wegen fahrlässiger Tötung eines Neugeborenen erstattet worden. Ihm wurde vorgeworfen, einen Kaiserschnitt zu spät eingeleitet zu haben ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK