Biogaseinspeisung: Monitoringbericht sorgt für Ernüchterung

(c) BBH

Die Biogaseinspeisung kommt nicht recht vom Fleck. Die hoch gesteckten Ziele, das ins Gasnetz eingespeiste Volumen an Biomethan zu vervielfachen, bleiben weit entfernt. Auch die Kosten von der Erzeugung über die Einspeisung bis zum Transport im Gasnetz sinken insgesamt nicht, so dass auch künftig nicht damit zu rechnen ist, dass man den gesetzten Zielen erkennbar näher kommt. Das ist das ernüchternde Ergebnis des zweiten Monitorberichts, den die Bundesnetzagentur (BNetzA) am 11.6.2012 veröffentlicht hat.

Einspeiseziele der GasNZV

Zwar gilt Biogas wegen der Speicherbarkeit und des bundesweiten Transports im Gasnetz unter den Erneuerbaren Energien als besonders flexibel. Dennoch bleibt der Anschluss von Biogasaufbereitungsanlagen an Gasversorgungsnetze weit hinter den Vorgaben der Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) von 6 Mrd. m³ im Jahre 2020 und 10 Mrd. m³ im Jahre 2030 zurück. Bis zum 31.12.2011 speisten 77 Biogasanlagen gerade einmal 275 Mio. m³ Biogas in das Erdgasnetz. Damit wurde bis das Ziel für 2020 nur zu 4,58 Prozent und für 2030 nur zu 2,75 Prozent erreicht. Mit einer nennenswerten Steigerung im Jahr 2012 dürfte nicht zu rechnen sein, weil die Zahl der Anschlussbegehren 2011 zurückgegangen ist.

Markt für Biomethan

Während also die reale Einspeisung hinter den Zielen der GasNZV weit zurückbleibt, hat sich hingegen das Handelsvolumen von Biogas fast verdoppelt, nämlich von fast 700 Mio. kWh im Jahr 2010 auf 1.342 Mrd. kWh im Jahr 2011. Dies liegt daran, dass die BHKW-/Gaskraftwerksbetreiber selber verstärkt handeln ...

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