Strafverteidigerschicksal: Manchmal hab´ich vom Reisen die Nase voll

Bei meinen beruflich bedingten Reisen quer durch die Republik habe ich, was die Entscheidung für ein bestimmtes Verkehrsmittel anbetrifft, zumeist die Qual der Wahl. Bahn, Auto, Flieger – alles hat so seine Vor- und Nachteile und bisweilen scheint es so, als könne man bei der Entscheidungsfindung nur den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Bei größeren Entfernungen spricht prima facie manches für den Flieger. Nachteil hierbei ist, dass du dich relativ frühzeitig zeitlich festlegen musst, wenn du zu halbwegs erträglichen Preisen fliegen willst. Und dann bist du halt festgelegt und es wird stressig, wenn sich andere Termine verzögern oder noch unbewältigte Arbeit im Büro liegt und du eigentlich noch 1 oder 2 Stunden benötigen würdest, um die Akten vom Tisch zu bekommen. Ein weiterer Nachteil beim Fliegen ist, dass du unterwegs nur schlecht arbeiten kannst, weil die Anfahrt zum Flughafen, das Einchecken, das Boarding und der relativ kurze Inlandsflug sowie die Weiterfahrt zum Gericht, zur JVA oder zum nicht inhaftierten Mandanten allenfalls ein paar Telefonate zulassen. Für die inhaltliche Bearbeitung von Akten gibt es einfach zu viele Unterbrechungen.

Mit dem Auto sieht es nicht besser aus. Abgesehen von Telefonaten, die man füglich über die Freisprechanlage führen sollte und die trotzdem vom Verkehrsgeschehen ablenken können, gibt es keine wirklichen Betätigungsfelder, die gefahrlos betreten werden können. Es soll ja Kollegen geben, die am Steuer schon mal ihr Diktiergerät zur Hand nehmen, aber das ist wegen der Vielzahl der möglichen Verkehrshindernisse und der Radarmessungen nicht unbedingt zu empfehlen. Und je nach Tageszeit und Verkehrsdichte lässt sich die Dauer der Anfahrt, wenn es über weite Strecken geht, trotz aller Verkehrsinformationssysteme nur schwer kalkulieren ...

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