Für James Bond gilt nicht die Richtgeschwindigkeit

James Bond fuhr einen Aston Martin Vanquish, ohne für die im Agentenalltag üblichen Schäden an dem Auto aufkommen zu müssen. Rasen allerdings Normalsterbliche mit ihrem Aston Martin mit über 200 Stundenkilometern über die Autobahn, können sie bei einem Verkehrsunfall wegen der deutlichen Überschreitung der Richtgeschwindigkeit zu einer höheren Haftung verpflichtet werden, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg in einem jetzt veröffentlichten schriftlichen Urteil vom 21.03.2012 (AZ: 3 U 69/11). Dies gelte dann, wenn die Schuldfrage des Unfalls nicht geklärt werden kann.

Im konkreten Fall hatte der Kläger am 05.09.2009 seinen nur vier Tage alten Aston Martin Vanquish S auf der Autobahn 38 Richtung Osnabrück etwas ausgefahren. Mit mindestens 200 Stundenkilometer raste er mit seinem 528 PS-Auto auf der linken Spur der Autobahn. Als er nach einer Kurve bemerkte, dass ein Nissan Micra einen Golf überholen wollte, konnte der Aston-Martin-Fahrer nicht mehr bremsen. Er versuchte noch, zwischen den beiden Autos zu fahren – dennoch kam es zur Kollision.

Von dem Micra-Fahrer forderte er Schadenersatz in Höhe von 149.000,00 €. Der Fahrer habe den Blinker nicht gesetzt und seine Geschwindigkeit beim Überholvorgang nicht „nennenswert“ erhöht ...

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