Steuerrecht kompakt: Investitionsabzugsbetrag gemäß § 7g Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) für Photovoltaikanlagen - verbindliche Bestellung des Wirtschaftsguts notwendig?

● Von Dr. Falk Amler, Richter am Finanzgericht des Landes Sachsen-Anhalt ● Nach dem Finanzgericht München (FG München-Urteil vom 26. Oktober 2010 2 K 655/10, EFG 2011, 521) und dem Niedersächsischen FG (Urteil vom 3. Mai 2011 13 K 12121/10, EFG 2011, 1601) hat auch das FG Nürnberg mit Urteil vom 28. Juli 2011 (7 K 655/10, EFG 2011, 1964) entschieden, dass das zur Ansparrücklage nach der alten Fassung des § 7g EStG (zur zeitlichen Anwendung § 52 Abs. 23 EStG) in der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (beispielhaft BFH-Urteil vom 19. April. 2007 IV R 28/05, BStBl II 2007, 704) entwickelte Nachweiserfordernis der verbindlichen Bestellung der Wirtschaftsgüter bei Neueröffnung eines Betriebes oder bei wesentlichen Betriebserweiterungen nicht auf den Investitionsabzugsbetrag nach § 7g Abs. 1 EStG zu übertragen sei. Rainer Sturm / pixelio.de Unter Hinweis auf eine Entscheidung des BFH (Beschluss vom 18. März 2010 X B 124/09, BFH/NV 2010, 1278), wonach hinsichtlich der Anforderungen, die an die Konkretisierung einer voraussichtlichen Investition zu stellen sind, die beiden Fassungen der Regelung unterschiedliche Anforderungen aufstellten, meinen alle drei Gerichte, dass die Absicht der Anschaffung/Herstellung des Wirtschaftguts auch anders als durch verbindliche Bestellung des Wirtschaftsguts - in allen Fällen ging es um die Anschaffung von Photovoltaikanlagen - nachgewiesen werden kann ...Zum vollständigen Artikel


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