Zockerliga, Wettmanipulationen und die Bochumer Staatsanwaltschaft: Wen interessiert schon eine fast 300 Seite starke öffentliche Einlassung zur Sache?

“Zockerliga” heißt der Titel eines Buches, dass die Stern-Journalisten Wigbert Löer und Rainer Schäfer über den von mir verteidigten früheren St.-Pauli-Profi René Schnitzler und seine Involvierung in den Fußballwettskandal geschrieben haben und in dem sie sich intensiv mit Renés Spielsucht und mit dem Thema “Glücksspiel und Profifußball” auseinandersetzen. René Schnitzler kommt in dem Buch umfangreich zu Wort und nimmt en detail Stellung zu den ihm zur Last gelegten Spielmanipulationen, die er bestreitet. Richtig sei vielmehr, dass er dem holländischen Wettpaten Paul Rooij vorgegaukelt habe, er werde Spiele manipulieren, um diesen zur Zahlung von Geldern zu veranlassen, mit denen er Spielschulden begleichen wollte. Es lohnt auf jeden Fall, das Buch zu lesen.

Die Staatsanwaltschaft Bochum hat jetzt Anklage gegen René Schnitzler und 5 weitere ehemalige Fußballer, darunter auch der ehemalige Spieler des Vfl Osnabrück, Thomas Cichon, erhoben. In der der rund 150 Seiten starken Anklageschrift wird den Spielern die Unterstützung einer kriminellen Vereinigung – nämlich der “Wettmafia” um Ante Sapina – sowie Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen ...

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