Steuerfreie Entnahme von Ferienwohnungen

Die Entnahme einer Ferienwohnungen einschließlich des dazugehörenden Grund und Bodens aus einem landwirtschaftlichen Betriebsvermögen ist steuerpflichtig. Die Steuerbefreiungsvorschriften des § 13 Abs. 4 Satz 6 Nr. 2 und des § 13 Abs. 5 EStG kommen in diesem Fall nicht zur Anwendung.

Nach § 2 Abs. 2 Nr. 1 EStG sind Einkünfte bei Land- und Forstwirtschaft der Gewinn nach §§ 4 bis 7k EStG. Eine Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen scheidet im hier entschiedenen Streitfall gemäß § 13a Abs. 1 Nr. 4 EStG aus. Nach § 4 Abs. 1 Satz 1 EStG ist Gewinn der Unterschiedsbetrag zwischen dem Betriebsvermögen am Schluss des Wirtschaftsjahres und dem Betriebsvermögen am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres, vermehrt um den Wert der Entnahmen und vermindert um den Wert der Einlagen. Nach § 4 Abs. 1 Satz 2 EStG sind Entnahmen alle Wirtschaftsgüter, die der Steuerpflichtige dem Betrieb für sich, für seinen Haushalt oder für andere betriebsfremde Zwecke im Laufe des Wirtschaftsjahres entnommen hat. Entnahmen sind nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 1 1. Halbsatz EStG mit dem Teilwert (vgl. § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG bzw. § 10 BewG) anzusetzen.

Im Streitfall führt die Bewertung der streitgegenständlichen Ferienwohnungen einschließlich des zugehörigen Anteils am Grund und Boden mit einem Teilwert anstelle des bisher angesetzten Buchwertes zu einer höheren Entnahme, die dem Unterschiedsbetrag nach § 4 Abs. 1 Satz 1 EStG hinzuzurechnen ist und den Gewinn des Wirtschaftsjahres 2006/2007 um diesen Betrag erhöht. Von diesem Gewinn ist nach § 4a Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 EStG die Hälfte dem Kalenderjahr 2006 zuzuteilen. § 4a Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 EStG gilt nach seinem eindeutigen Wortlaut nur für Veräußerungsgewinne im Sinne des § 14 EStG und ist daher im Streitfall nicht anzuwenden ...

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