Nur Bares ist Wahres – Die Abschaffung von Bargeld birgt Risiken

Egal ob Hotelbuchung, Kinobesuch, Shopping oder Tanken: Der Einsatz von EC- und Kreditkarten als Zahlungsmittel ist heute selbstverständlich. Selbst Minimalbeträge, wie sie beim Kauf und Bahn- und Bustickets anfallen oder beim Bezahlen des Mittagessens in der Kantine, werden häufig mit Geldkarten bezahlt.

Da ist es nur naheliegend, sich zu fragen, ob Bargeld als Zahlungsmittel noch zeitgemäß ist.

Zunehmende Digitalisierung des Zahlungsverkehrs

Als erstes Land in Europa erwägt Schweden die flächendeckende Abschaffung des Bargelds. Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist schon jetzt fortgeschritten: In öffentlichen Verkehrsmitteln in einer Vielzahl von schwedischen Städten wird Bargeld nicht mehr akzeptiert. Manche Kaufhäuser akzeptieren ausschließlich Kreditkarten. Selbst einige Banken haben schon komplett auf den digitalen Zahlungsverkehr umgestellt. Nach Angaben der Welt stünden Geldscheine und Münzen in Schweden nur noch für drei Prozent der Wirtschaft.

Auch in Griechenland und Italien greifen schon Restriktionen im Zahlungsverkehr. So ist es z.B. nicht mehr erlaubt bargeldlose Zahlungen über 1000 Euro vorzunehmen. Spanien plant die Einführung ähnlicher Einschränkungen. In Belgien dürfen Waren, die mehr als 5.000 Euro kosten, nicht mehr bar bezahlt werden. Bezogen auf die Eurozone stünde Bargeld nach Angaben der Baseler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bei neun Prozent der Wirtschaft. In den USA seien es noch sieben Prozent.

EU-Richtlinie verleiht bargeldlosem Zahlungsverkehr Dynamik

Diese Entwicklung erhält Dynamik durch eine Richtlinie der EU-Kommission, die „E-Geld-Dienstleistungen“ den Weg ebnen soll. Sie sieht für Bürger der EU den flächendeckenden Einsatz von Zahlungskarten vor sowie den Einsatz von Mobiltelefonen als Speicher- und Zahlungsmedien für E-Geld ...

Zum vollständigen Artikel

  • Schweden wollen ihr Bargeld abschaffen

    welt.de - 13 Leser - Digitaler Zahlungsverkehr macht Münzen und Scheine in Schweden überflüssig. Selbst die Kirchen-Kollekte wird bereits per Kreditkarte abgewickelt. Doch ältere Menschen wollen am Bargeld festhalten.

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK