Was Rankings und Awards in der Anwaltsbranche bringen

„Chambers Europe“ bewertet in seiner neuesten Ausgabe die Wiener Praxis der internationalen Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer erneut herausragend. Das angesehene Referenzwerk für Rechtsanwälte führt Freshfields in Österreich mit acht Praxisteams und 13 Anwälten auf einem Spitzenplatz. Insgesamt werden 27 Mal Wiener Freshfields-Anwälte in 14 Kategorien namentlich empfohlen. Anlässlich dieser Bewertung sprach Walter J. Sieberer von wirtschaftsanwaelte.at mit Friedrich Jergitsch, Office Managing Partner des Wiener Büros der internationalen Anwaltskanzlei, über die Nützlichkeit solcher Rankings in der Welt des Rechts.

Walter J. Sieberer: Es ist häufig sehr schwierig, sich ein genaues Bild von der Arbeit eines Anwalts bzw. einer Anwaltskanzlei zu machen oder diese mit anderen brancheninternen Mitbewerbern zu vergleichen. Wo liegen die Gründe? Jergitsch: Die Dienstleistungen von Anwälten und Kanzleien sind weder sichtbar noch greifbar, was einen Vergleich – wie Sie richtig sagen – sehr schwierig macht. Jeder Rechtsfall gestaltet sich individuell, der Erfolg liegt in der maßgeschneiderten Beratung eines jeden Anwalts.

Sieberer: Welchen Vorteil bringen in diesem Zusammenhang so genannte Directories, sprich Rankings innerhalb der Branche? Jergitsch: Anhand einer umfangreichen Recherche zur Mandatsarbeit entsteht ein Marktvergleich, der für Anwälte und Kanzleien informativ und im Erfolgsfall auch vermarktbar ist. Die meisten dieser Rankings kommen aus den USA und aus Großbritannien, zu den bekanntesten zählen neben Chambers unter anderem Legal 500 oder IFLR. Im deutschsprachigen Raum hat sich vor allem Juve einen Namen gemacht ...

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