Verfahrensrecht kann spannend sein

Jedenfalls wenn es um die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe (VKH) geht. Für einen Rechtsanwalt, der auch bedürftige Mandanten vertritt, ist die Annahme eines Mandats oft ein Glückspiel, ob nämlich die geleistete Arbeit auch ihren verdienten Lohn mit sich bringt. Die Gewährung von VKH aus der Staatskasse setzt nämlich nicht nur voraus, dass die Mandantschaft arm ist . diese Frage lässt sich ja bei der ersten Besprechung noch hinreichend schnell klären. Die beabsichtigte Rechtsverfolgung muss auch noch Erfolgsaussichten haben. Da zwei Juristen zu ein und derselben Rechtsfrage ja oft drei Meinungen haben, können hier die Auffassungen schnell divergieren. Ob die Sache überhaupt so erfolgsversprechend ist, dass VKH in Betracht kommt, stellt sich mitunter auch erst nach einer längeren Besprechung heraus. Und was soll man und vor allem wem für diese Beratungsleistung in Rechnung stellen? Manche Kanzleien nehmen daher VKH/PKH-Mandate erst an, wenn die Mandantschaft einen Vorschuss als Sicherheit hinterlegt hat. Das dient zwar dem Honorarinteresse der Kollegen, dürfte aber nicht im Sinne des Erfinders sein. Nun zum Thema. Bereits der erste Eindruck, den der neue Mandant hinterlassen hatte, lies leise Zweifel an den Erfolgsaussichten der Rechtsverfolgung bei mir aufkommen. Die 1. Instanz hatte er alleine in Angriff genommen und auch selbst die Beschwerde eingelegt ...Zum vollständigen Artikel


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